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Fachkräftemangel entgegenwirken? 3 Schritte für loyale Mitarbeiter

Aktualisiert: 7. Mai


Unternehmer, Agenturinhaber, erfolgreich

Viele Unternehmer haben derzeit Probleme damit, ihre Mitarbeiter zu halten oder neue zu finden. Ich beobachte seit Monaten die Debatte, die um das Thema Fachkräftemangel geführt wird.


Ich bin berufsbedingt sehr tief damit vertraut und kenne viele Lösungsansätze. Sowohl von anderen Unternehmern als auch von Experten und Dienstleistern.

 

Wir Unternehmer haben viele wichtige Herausforderungen zu bewältigen, wenn du mich fragst, gehört das Thema Mitarbeiterbindung ganz nach oben auf unsere Prioritätenliste und jedes Unternehmen sollte sich lieber heute als morgen damit beschäftigen.

 

Und zwar nicht aus einer akuten Notlage heraus, sondern strategisch, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Denn das Thema wird sich in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen, davon bin ich überzeugt.

 

Allerdings läuft hier was falsch!


Die wahre Ursache des Fachkräftemangels

 

Die Lösung für den Fachkräftemangel sehen die meisten Unternehmen im Recruiting. Ist ja irgendwie auch logisch. Wenn Mitarbeiter fehlen, muss ich neue suchen.

 

Neue Mitarbeiter gewinnt man heutzutage, indem man sich als toller Arbeitgeber darstellt. Das scheint die Masterstrategie zu sein, die derzeit alle verfolgen.

 

Wie schaffe ich es, gute Mitarbeiter zu finden? Was muss ich ihnen bieten und welche Suchstrategie ist die Richtige für mich? Das sind gute Fragen. Allerdings sind das in acht von zehn Fällen nicht die Fragen, die das Problem lösen werden.

 

Bevor du dich auf Personalsuche begibst, kannst du andere Dinge tun, die das Problem ebenfalls lösen können. Sogar nachhaltiger und einfacher. Hier einige Ansätze.


Schritt 1: Reduziere die Anzahl deiner Mitarbeiter auf ein Mindestmaß, indem du deine Prozesse vereinfachst


Mit Mindestmaß ist nicht gemeint, die Organisation auszuquetschen, oder an Stellen zu sparen, die zulasten der Qualität, des Kundenservices oder der Unternehmensentwicklung gehen. Das versteht sich. Es geht auch nicht darum, Mitarbeiter zu entlassen.

 

Vielmehr solltest du dir Gedanken über effiziente Prozesse machen. Du kannst dich auch fragen, wo sich Digitalisierung oder künstliche Intelligenz einsetzen lässt.

 

Wenn du das noch nie gemacht hast, wirst du dadurch sicher sehr schnell einige freie Ressourcen gewinnen. Wenn du an dem Thema schonmal dran warst, gibt der Sache eine zweite Chance. Nach meiner Erfahrung lassen sich Prozesse und Abläufe immer optimieren.

 

In meinen Unternehmen kommt ständig alles auf den Prüfstand. Ich versuche radikal zu vereinfachen, was geht.

 

Das tut der ganzen Organisation gut und die freien Ressourcen können an anderen Stellen eingesetzt werden. Schöner Nebeneffekt: Stimmung im Team und Profitabilität machen einen Freudensprung nach oben.

 

Ein guter Prozess ist für mich der kürzeste und einfachste Weg von Kundenkontakt bis Rechnungsstellung. Es geht um nicht viel mehr. Je kürzer und einfacher dieser Weg ist, desto besser ist es.


Schritt 2: Stelle deine Unternehmensstruktur auf den Prüfstand


Deine Unternehmensstruktur ist im Idealfall eng mit deinen Prozessen und Abläufen verbunden. Die meisten Unternehmen bauen im Laufe der Zeit eine gewisse Struktur auf und passen diese hin und wieder an. Meistens, wenn sich Probleme ergeben. Oft werden wahllos Positionen geschaffen, so wachsen viele Organisationen total unstrukturiert vor sich hin.

 

Das kann ein Monsterproblem werden: hohe Kosten, unnötige Komplexität, Ineffizienz, unzufriedene Mitarbeiter, lange Durchlaufzeiten, unzufriedene Kunden, Konflikte, Stress und vieles mehr.

 

Es ist erstaunlich, wie viele Unternehmer das nicht erkennen oder ignorieren.

 

Das kannst du anders machen, indem du dir eine einfache Organisationsstruktur aufbaust, in der Rollen, Verantwortlichkeiten und Erwartungen klar geregelt sind.

 

Wenn du das in deinem Unternehmen gut umgesetzt hast, wirst du vielleicht merken, dass an einigen Stellen Mitarbeiter eingebunden waren, die an anderen Stellen deutlich mehr bewirken könnten.


Im besten Fall hast du dich so aufgestellt, dass du mehr Mitarbeiter hast, als du eigentlich benötigst. (das kommt tatsächlich nicht selten vor)

 

Wenn du jetzt noch Personalbedarf für die nächsten 18 Monate erkennst, solltest du anfangen zu suchen.

 

Aber was nützen dir die besten Mitarbeiter, wenn du sie nicht halten kannst? Daher möchte ich diesen Newsletter noch um ein weiteres Themenfeld erweitern, dem loyal Leadership.


Schritt 3: Loyales Leadership


Es geht darum, die verbliebenen und zukünftigen Mitarbeiter zu treuen und loyalen Begleitern des Unternehmens zu machen.

 

Denn loyale Menschen sind bereit, Kompromisse einzugehen und nicht gleich das Handtuch zu werfen, wenn ihnen etwas gegen den Strich geht. Ihre Loyalität lässt sie beispielsweise auch dann bei dir bleiben, wenn sie finden, dass die Bezahlung besser sein könnte. Sie bringt deine Leute dazu, auch dann gemeinsam im Team Überstunden zu schieben, wenn dadurch ihre eigene Work-Life-Balance temporär verletzt wird.

 

Was veranlasst also Mitarbeiter dazu, einer Firma treu zu bleiben?

 

Geld spielt dabei bestenfalls eine Nebenrolle. Ich sage immer „wer nur für Geld kommt, der geht auch wieder wegen des Geldes“ und die Aussichten woanders mehr zu verdienen stehen gut. Das kann also nicht die Lösung sein.

 

Ich habe gelernt, dass das Gefühl der emotionalen Verbundenheit eine wichtige Rolle spielt. Es ist sozusagen die Quelle der Loyalität.

 

Loyalität meint also den Willen, einen gemeinsamen Weg zu gehen, in guten wie in schlechten Zeiten. Dieser Wille kann sich auf eine Person, einer Gruppe oder eine ganze Organisation beziehen. Man fühlt sich dieser Person oder dem Team gegenüber dann innerlich verpflichtet.

 

Das deckt sich auch mit der Selbstbestimmungstheorie, eine wissenschaftlich anerkannte Theorie, die sich eingehend mit dem Thema Mitarbeitermotivation beschäftigt.

 

Nach dieser Theorie hängt die Motivation von Menschen immer davon ab, inwieweit drei psychologische Grundbedürfnisse befriedigt werden. Einer dieser Bedürfnisse ist eben diese soziale Eingebundenheit.

 

Um es platt auszudrücken: Wenn mir die Menschen, mit denen ich arbeite, egal sind, dann ist mir auch meine Arbeitsleistung egal.

 

Miriam Engel kommt in ihrem Buch „Besser führen“ ebenfalls zu dieser Erkenntnis. Dort beschreibt sie drei Fundamente der Loyalität so:


  • Eingebundenheit: Der Grad der Integration am Arbeitsplatz und im Team: Je mehr Faktoren Mitarbeitende mit ihrem Unternehmen verbinden (etwa vielfältige, erfüllende Aufgaben und der Zusammenhalt unter den Kollegen), desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie diesen Zustand aufgeben und das Unternehmen verlassen wollen.

  • Identifikation: Daraus, dass Mitarbeitende ihre Identität aus der Zugehörigkeit zu einem Unternehmen schöpfen, entstehen ein Verbundenheitsgefühl, denn das Unternehmen zu verlassen, hieße, einen Teil der eigenen Identität zu verlieren.

  • Engagement: Führen Mitarbeitende ihre Arbeit mit Spaß und Begeisterung aus, ist dies nicht nur ein Resultat ihrer Loyalität, es wirkt ebenso positiv auf diese zurück.



Wenn du die Vorteile von loyalen Mitarbeitern erkannt hast, fragst du dich jetzt sicher, was du tun musst, um das in deiner Firma zu fördern.


Meine Antwort fällt an dieser Stelle einfach aus: Verhalte dich deinen Mitarbeitern gegenüber wohlwollend und ehrlich. Interessiere dich für die Menschen, nicht nur für ihre Arbeitsergebnisse.


 

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